Folge 22 – Karneval! Selbstgeschriebene Rollenspielsysteme.

Diesmal gibt’s eine Folge, die im Licht des Karnevals der Rollenspielblogs steht. Das Thema stammt von Falk (hochistgut) und heißt „Selbstgeschriebene Rollenspielsysteme“. Da mir (Andreas) dieses Thema auch am Herzen liegt, haben wir uns entschlossen – da wir ja primär ein Podcast sind – einen Audiobeitrag anstelle eines Artikels beizusteuern.

Die Folge ist etwas länger als üblich und behandelt einige der Fragen, die Falk zum Thema vorgeschlagen hat, unter anderem: Was ist eigentlich ein selbstgeschriebenes Rollenspiel und warum sollte man eins machen? Was sind die Vor- und Nachteile eines „Homebrews“? Tun es nicht auch Hausregeln? Was muss man beachten, wenn man ein eigenes Rollenspielsystem schreiben will? Was ist ein Heartbreaker und wie kann man vielleicht vermeiden, dass das eigene System ein solcher wird? Wie abstrakt oder konkret, wie spezialisiert oder universell sollte es sein? Warum ist die Wahl des Zufallsmechanismus interessanter als die Wahl der Charaktereigenschaften? Was sollte man mitbringen, wenn man mit dem Schreiben beginnt und mit welchen Rückschlägen muss man rechnen? Kann man das allein auf die Beine stellen, wie wichtig sind Kritiker und Testspieler, und worauf muss man sich in der Testphase einlassen? Was waren meine Prämissen beim Schreiben des eigenen Systems?

Auch hier interessieren uns Eure Kommentare sehr, sowohl zum Inhalt der Folge wie zu Euren eigenen Erfahrungen mit selbstgeschriebenen Rollenspielen.

 

Links zur Folge:

– Es gibt einen guten Guide von Rob Lang (How to write a free RPG), den sich jeder Interessierte zu Gemüte führen sollte.

– Ein Karnevals-Artikel vom Goblinbau kann außerdem als Mutmacher dienen (gerade, falls die Folge einen eher kritischen Eindruck hinterlassen sollte).

– Der angesprochene W66-Mechanismus stammt von hier, aus der Spieleschmiede Ace of Dice.

– Und auch sonst würde ich alle anderen Artikel des Karnevals empfehlen (bei Falk oder im RSP-Blogs-Forum gesammelt).

 

Intro: Erdenstern – Boarding The Enemy Vessel – Album: Into The Blue

Outro: Erdenstern –  The Ship – Album: Into The Blue

 

Flattr this!

11 Kommentare bis “Folge 22 – Karneval! Selbstgeschriebene Rollenspielsysteme.”

  1. Feyamius sagt:

    Schöne Folge.

    Ich werkel ja auch gerne an Regeln rum, bin da aber à la Ramona so DSA-verhaftet, dass es sich meistens auf (gerne auch mal ausführliche) Hausregeln oder auch theoretische Überlegungen, wie man das System grundsätzlich neu aufbauen könnte, beschränkt. Aber eben immer sehr auf DSA bezogen.

    Ein bisschen lang fand ich den letzten Abschnitt, wo ihr über Andreas‘ System sprecht. Nicht, dass das nicht interessant wäre, aber dem zuzuhören ist ein wenig witzlos, wenn man als Alriknormalhörer keine Möglichkeit hat, das System in der Hochsicherheitswiki einzusehen. 😉

    Lustig fand ich die Vorliebe für den Grundmechanismus 1-3-6-10-15-21 … wenn ich an den DSA-Regeln rumschraube, benutz ich auch sehr häufig die Formel (x²+x)/2 (Erklärung für den eiligen Leser: das ist dasselbe!).

    Bye, Feyamius.

  2. Falk sagt:

    spannende Folge
    hätte auch gerne mehr konkretes über das namenlose System erfahren.
    die wichtigsten Aussagen sind imho, daß man bei der Entwicklung in Jahren rechnen muss und das man flexibel genug sein muss, auch große Teile von Regeln komplett umzukrempeln.

  3. kubla-khan sagt:

    Hallo Sphärenflüsterer,

    erstmal dickes Lob für euren Podcast!
    Ich bin zwar kein DSAler, höre ihn mir aber trotzdem immer sehr gerne an und habe auch schon das eine oder andere mitgenommen. (z.B. http://tanelorn.net/index.php/topic,68480.0.html)

    Wir standen vor demselben Problem wir ihr – die bestehenden „generischen“ Systeme waren alle nicht geeignet (in unserem Fall viel zu komplex für unsere Kleinhirne und zu starr für die Ideen).

    Ich habe tatsächlich einige Jahre (!) nebenbei am System gewerkelt und zig Versionen gehabt. Den Effekt mit „jede Woche neue Regeln“ und den Blick in ratlose Gesichter kenne ich auch recht gut. 🙂

    Mittlerweile läuft es aber seit ca. 2 Jahren stabil. (toitoitoi)
    Was noch an Änderungen kommt, ist eher meinem Kreativ- und Spieltrieb geschuldet. 🙂

    Und das Überraschende ist: es leistet tatsächlich fast genau das, was ich mir so vorgestellt hatte und sogar die verhätschelten Herren/Frauen Spieler sind zufrieden.

    @Ramona: du hattest, glaube ich, nach Prämissen/Vorüberlegungen zum System-Design gefragt. Die haben wir vorher zusammengetragen/-gebrainstormt. Findest du hier: http://www.unknown-regions.de

    Ansonsten weiter so und beste Grüße aus Xanadu,
    KK

  4. Praion sagt:

    Ganz schwache Folge. Über Indie-Systeme zu meckern und zu vermuten das wäre dann nicht immersiv weil X (wobei X noch nicht auf Test basiert) dann ist das doch Mist.
    Deutschland ist wohl doch noch eines der Neanderthale des Rollenspiels…

    Außerdem ist DSA kein generisches System. Das ist das Aventurien (Myranor) System. Mit DSA kann ich nicht sonst was für Fantasy spielen. Allein schon Game of Thrones oder so typische DnD Storys scheitern in DSA vollkommen.

    • Andreas sagt:

      DSA ist kein universelles System, das haben wir auch nicht behauptet – es versucht jedoch, alle Spielstile gleichzeitig unterzubringen, und das klappt nur bedingt. Im Gegenteil, ich halte DSA für eines der am stärksten mit dem zugehörigen Hintergrund verzahnten Regelwerke überhaupt.

      Naja, Immersion ist ein Reizthema… generell waren wir nicht auf das von dir unterstellte „universelle Indie-Bashing“ aus – aber wenn du mir glaubhaft versichern kannst, dass du bei einem Spiel wie „Ratten!“ eine ernsthafte Charakter(!)-Immersion hinbekommen hast, dann melde dich doch mal bei Thomas Nagel… 🙂

  5. Praion sagt:

    Und „Kampf braucht man umbedingt im Rollenspiel“ ist doch ein Mythos.

  6. […] Sphärengeflüster zum Erstellen eigener Rollenspielsysteme […]

  7. Uwe sagt:

    Etwas spät vielleicht:
    Ein Dankeschön für die vielen Gedanken, von denen so mancher über die eigene Arbeit nachdenken lässt.

  8. Priest sagt:

    You really saved my skin with this inomioatrfn. Thanks!