Folge 19 – Bilstein-Con und Briefspiel

Brandaktuell und hochexklusiv gibt es in dieser Folge einen Einblick in den diesjährigen Allaventurischen Konvent, unter Insidern als “Bilstein-Con” bekannt. Bei dieser Veranstaltung wird seit über 15 Jahren aventurische Geschichte geschrieben – Christoph war dieses Jahr vor Ort, und unser Gastsprecher Michael war schon einige Male da. Neben einer recht ausführlichen Darstellung des allgemeinen und diesjährigen Ablaufs unterhalten wir uns (ab 47:09) auch über das Briefspiel (wo Michael vor allem bei den Golgariten aktiv ist).

 

Intro: Erdenstern – Incarnation – Album: Into The Gold
Outro: Erdenstern – Titel – Album: Into The Green

 

Links zur Folge:

– Die Bilstein-Convention in der WA
– Das Briefspiel in der WA
– Ausführlichere Erklärung zum Briefspiel auf der Almada-Wiki
– Artikel über den “Niedergang des Briefspiels” bei den Selemer Tagebüchern
– Der Orden des Heiligen Golgari
Bilder vergangener Bilstein-Konvents (DSA LARP-Forum)
Bericht über die Bilstein 2011 aus dem Blog “Das schwarze Auge”

 

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21 Kommentare bis “Folge 19 – Bilstein-Con und Briefspiel”

  1. Greifenklaue sagt:

    Bei uns hat ja das älteste Briefspiel deutschlands, der Orccup, Unterschlupf gefunden, hab ein paar Saisons mitgespielt (und aktuell wieder), sowas kann sehr amüsant sein!

  2. Kunar sagt:

    Ich höre Sphärengeflüster zum ersten Mal und mir hat diese Folge sehr gut gefallen! Auf jeden Fall bekommt man hier einen recht guten Einblick, was im Briefspiel passiert und was auf den Bilstein-Kons passiert. Das sollte hoffentlich so manches Vorurteil beseitigen.

    Einige Anmerkungen zu Aussagen dieser Folge:

    Zur Exklusivität der Bilstein-Teilnehmer: Die Einladungen gehen primär an Briefspieler. Da gleichzeitig (fast) jeder mit ein wenig Fleiß und Inspiration beim Briefspiel mitmachen kann, ist das eine recht offene Runde. In den letzten drei Jahren waren immer auch Gäste erwünscht (Freunde von Briefspielern). Die Veranstalter habe ich so verstanden, dass sie sicher sein wollen, dass Leute mit wirklichem Interesse an der Veranstaltung und Aventurien kommen. Das ist der wesentliche Grund, warum die Bilstein nicht “generell für alle freigegeben” ist – auch wenn jemand, der will, keine Probleme haben sollte, dahin zu kommen.

    Zur Teilnehmerzahl: In der Abschlussrunde, die die beiden Berichtenden ja nicht mehr besucht haben, wurden Zahlen genannt. Es waren 121 Teilnehmer und es wären maximal 160 Plätze. (Es müssen wohl früher mehr gewesen sein.) In den letzten vier Jahren, so die Veranstalter, sei die Teilnehmerzahl gesunken. Gerade deswegen freut man sich über Gäste, die eigentlich keine Briefspieler sind, aber solche kennen und über diese zur Bilstein kommen.

    Zu den Spielrunden: Ich habe beide Extreme schon erlebt: Zum einen Spieler, die ihren Helden komplett generiert haben, zum anderen solche (auch Veteranen der ersten Stunde!), die eine Minute vor Spielbeginn mal eben aus dem Kopf die wichtigsten Werte aufschreiben. Es gab schon sehr stimmungsvolle Runden, in denen ich exakt einmal würfeln musste und ansonsten alles nur über Interaktion lief. Sterben im Rollenspiel ist keineswegs tabu: Manche gewähren ihrem altgedienten Helden einen dramatischen Abgang. Für andere gehört das Risiko dazu. Man darf nicht vergessen, dass viele Briefspieler ganze Adelsfamilien steuern und daher mit dem Tod einer Figur nicht ohne Charakter dastehen.

    • Christoph sagt:

      Es freut mich, wenn dir unser Podcast gefällt :)

      Die Aussage mit der Exklusivität wurde von unserem Experten ja auch gleich wieder relativiert. Und glücklicherweise war es ja auch für mich kein so großes Problem dort hin zu kommen. Ich denke gerade im Bereich der Exklusivität sind mehr Gerüchte als Wahrheiten bekannt.

      Wenn du noch Informationen oder interessantes aus der Abschlussrunde hast, würde ich mich freuen, wenn du das in den Kommentaren schreibst. Ich war am überlegen, ob ich sie noch besuche, hab mich dann aber aus Vernunftgründen (lange Heimfahrt) dagegen entschieden.

    • wus sagt:

      Zwei kleine Anmerkungen dazu:
      a) Der erste Allaventurische Konvent auf Burg Bilstein fand 1997 statt. Zuvor hatte es zwei solche Konvente auf der Katlenburg gegeben, sowie – in einem kleineren Kreis – zwei von Niels Gaul organisierte Cons in Celle. Zwei Mal, 2002 und 2004 wurde der Allaventurische Konvent auf Burg Ludwigstein abgehalten.
      b) Die höchste Teilnehmerzahl auf einer Bilstein war meines Wissens 211. In welchem Jahr das war, kann ich leider nicht mehr rekonstruieren.

  3. flippah sagt:

    Kusimo von Garlischgrötz wurde übrigens nicht nach Daniel Maximini gezeichnet, sondern es ist erstaunlicherweise eine zufällige Ähnlichkeit.
    Was den Einstieg ins Briefspiel angeht:nichts ist leichter als das, denn die Briefspiele suchen dringend Leute.

  4. Micha sagt:

    Morgen,

    ich hoffe man ist gnädig mit meinen Einblicken, die ob der vergleichsweise kurzen Zeit im Briefspiel nicht Allgemeingültig sein können.
    Wenn dennoch fragen zum Thema auf der Zunge brennen, einfach raus damit! Ich/Wir werden sehen ob wir sie beantworten können :)

    lg
    Micha/Komtur Lüdegast/Nachtwind

  5. Hartsteen sagt:

    Du, lieber Komtur, hast (ungewollt?) jedenfalls mächtig gespoilert.

    Ansonsten schöner podcast.

  6. Micha sagt:

    Hubs… hab ich das? Ich hab doch extra nichts erzählt zum Thema Samstag Abend :)

  7. Marakain sagt:

    Moin,
    ich habe den Podcast noch nicht ganz durchgehört, bevor ich es aber vergessen möchte ich noch etwas betonen. Um Minute 8 herum wird gesagt das die Bilstein und damit dann wohl auch das Briefspiel für nicht Briefspieler nur schwer zugängliche ist und aus Kapazitätsgründen auch so gut wie keine Nichtbriefspieler da sind. Wenn ich es richtig im Kopf habe hätten in den letzten Jahren locker noch mindestens 30 weitere Teilnehmer dabei sein können. Das Briefspiel ist eben keine geschlossene Gesellschaft in die man nur durch Beziehungen, Hinterzimmerverhandlungen oder dergleichen rein kommt. Man muss auch kein Briefspieler sein um an der Bilstein teilzunehmen. Selbst wenn man selber gar keinen Briefspieler kennt hat doch inzwischen fast jede Provinz des Mittelreiches und das Horasreich eine Wiki/Joomla/Internetpräsenz über der man mit Briefspielern in Kontakt treten kann. Solange man dann keinen bärtigen, Kettenhemd tragenden Drachentombteur, Meistermagier und Unsterblichen Kenderalleskönnerassasinen geben möchte kann ich mir kaum einen Grund vorstellen weshalb man keine Einladung bekommen sollte. Immer wieder, nicht zuletzt auch wieder auf der Abschlußveranstaltung dieses Jahr, wurde betont das man gerne alle Bekannten ansprechen soll ob sie nicht mitmöchten. Woran man also sehen kann das das Briefspiel (oder Lehensspiel wie man es inzwischen wohl besser nennen sollte in Zeiten von Internet) eben eine offene Gemeinschaft ist, in der man zwar eine kleine Hürde überwinden muss um reinzukommen aber keineswegs dafür seine Seele verkaufen, täglich 5mal Ullisses huldigen und dergleichen.

  8. Micha sagt:

    Ich denke das im großen und ganzen raus kommt, das das Briefspiel eben keine geschlossene Veranstaltung ist.
    Der Sinn des Beitrags ist auch nicht darüber zu entscheiden was das Briefspiel ist, sondern was auf der Bilstein war.

    Aber nur weil heuer mal andere Leute da waren, kann man nicht sagen, es wäre offen. Die EInladung geht an Briefspieler und nur an diese und es steht auf der Anmeldung das diese nur für einen selbst gilt. Mag sein das es anders gewünscht ist von der Veranstaltung. Aber die Fakten sprechen da eine andere Sprache.
    In Minute 4 sage ich das sogar noch, das es eben nicht schwer ist da hin zu fahren.

    • wus sagt:

      Zur Frage der vermeintlichen Exklusivität: der Allaventurische Konvent wurde von Spielern aus dem Adelsbriefspiel für Spieler aus dem Adelsbriefspiel ins Leben gerufen und über die Jahre hinweg weiterentwickelt. Insofern ist nachzuvollziehen, dass diese Personengruppe die Primäradressaten darstellt, was inhaltlichen Fokus und Einladungen betrifft.
      Ich persönlich habe das aber niemals als tatsächlich exklusive, also abgrenzende Veranstaltung wahrgenommen. Es ist wie beim Briefspiel an sich: Wer mitmacht und sich einbringt, ist dabei und gehört dazu. So einfach ist das.

    • Vianca sagt:

      Damn, I wish I could think of somenhitg smart like that!

  9. Nur ganz kurz. In diesem Jahr waren auf der Bilstein insgesamt nach einem kurzen Überschlag meinerseits als Veranstalter 25 Personen, die nicht direkt eingeladen worden waren, sondern bei den Veranstaltern angefragt hatten, ob sie noch kommen könnten. Dies war in keinem Fall ein Problem. Die direkte persönliche Einladung verfolgt letztlich zwei Gründe: Erstens sollen die aktiven Briefspieler zuerst die Möglichkeit bekommen, an ihrem großen Briefspielkonvent teilzunehmen (wenn dann noch Plätze übrig waren, bestand auch in der Vergangenheit nie ein Problem, auch Gesponst oder Teile der eigenen Spielerunde mitzunehmen), zweitens soll hierdurch zumindest die Möglichkeit gewahrt bleiben, von Veranstalterseite ein wenig den Überblick zu behalten, wer denn da überhaupt kommt.
    Grundsätzlich steht die Orga auch mit den Briefspielkanzlern in Verbindung, so dass auch über diese der Erhalt einer Einladung problemlos erreicht werden kann, wenn die betreffende Person der Orga noch nicht bekannt ist. Somit sollten eigentlich die aktiven Briefspieler ohne weiteres die Möglichkeit haben, eine persönliche Einladung zu ergattern.
    Alles in allem würde ich somit nicht von einer geschlossenen Veranstaltung reden, eine völlig offene Veranstaltung würde aber nicht dem entsprechen, was die Veranstaltung sein will und immer gewesen ist, ein eigenes Treffen der in DSA-Land aktiven Briefspieler.

    • Andreas sagt:

      Schön, diese ganzen Widerlegungen zu hören – allein, unsere anfänglichen Anmerkungen hierzu waren nicht zuletzt aus der Wahrnehmung von der rein passiven 08/15-DSA-Spielerseite her. Und da ist es nun mal bisher so gewesen, dass die Bilstein etwas war, von dem man mal gehört hatte, aber das – wie auch das ganze Lehensspiel in der Vergangenheit, inzwischen wird man da ja offener – einfach wie eine elitäre Veranstaltung gewirkt hat. Es gibt nun mal die Einladungen nicht einfach so im Netz, man muss jemanden dafür anschreiben etc. – das mag alles problemlos möglich sein, aber es sind nun einmal Hürden, die Bilstein von einem normalen LARP oder P&P-Con stark unterscheiden, der von vornherein komplett öffentlich angelegt ist.

      Aber freut mich, wenn auch so viele Insider sich hier zu Wort melden. :)

  10. Marakain sagt:

    Als “Insider” kann ich nur sagen das das meiste wohl bereits gesagt wurde. Ich möchte nur anfügen das so gut wie alle Teilnehmer der Bilstein auch “nur” 08/15 DSA Spieler sind. Sicherlich sind da einige “Prominente” dabei die das schon viele Jahre machen und dadurch das man sich viele viele Jahre mit einem Hobby beschäftigt das nicht Millionen andere teilen hört man den ein oder anderen Namen schon häufiger. Aber es ist keine elitäre Veranstaltung und man muss nicht zig Jahre “gutes” Rollenspiel und ähnliches nachweisen um dabei sein zu können. Die einzige Hürde die es wirklich gibt ist das man nicht pauschal eingeladen wird sondern nachfragen muss. Eben wie Volker schon sagte hauptsächlich um ein wenig den Überblick zu behalten wer da kommt und im Gegenzug was der zu erwarten hat. Eben weil die Bilstein, und damit möchte ich alles andere als die anderen Larpformen schlecht machen, eine etwas andere Veranstaltung ist als der 08/15 Larp im Wald.

  11. […] dem Podcast zum Bilstein-Konvent bei den Kollegen vom Sphärengeflüster, informierte gestern auch Ulisses in einem eigenen […]

  12. Jens sagt:

    Wie immer eine klasse Folge! Ich hatte zwar davor schonmal vom Briefspiel gehört, konnte mir aber nicht viel drunter vorstellen. Vielen dank für die ganzen Einblicke.

    Wann ist denn die nächste Folge geplant? Ich bin schon langsam aber sicher auf Sphärengeflüster-Entzug ;)

    Macht weiter so und viele Grüße,
    Jens

  13. Manly Bowler sagt:

    Ich bin vor ein paar Wochen in iTunes versehentlich über euren Podcast gestolpert und war sofort Feuer und Flamme. Ihr diskutiert sehr gekonnt über die problematischeren Themen von DSA und gebt viele Tipps. Gerade für Spielleiter wie ich, der nicht viele andere DSA-Spielleiter kennt, und der Flamewars in den Foren schnell überdrüssig ist, ist das toll.

    Vielen Dank für die viele Arbeit, die ihr euch macht, und ich hoffe, ihr habt noch viele Ideen für weitere Podcasts. :-)

  14. Manly Bowler sagt:

    Was ich noch anmerken wollte: Mir ist aufgefallen, dass “Sphärengeflüster” erst abt Folge 11 in iTunes zu finden ist. Alle früheren Folgen gibt’s nur hier auf der Webseite. Ist das so gewollt, oder werden einmal alle Folgen in iTunes zu finden sein? Es dürfte ja euren Zuhörerzahlen nur gut tun.

    • Christoph sagt:

      Eigentlich sollten alle Folgen bei iTunes zu finden sein. Ich muss aber zugeben, dass ich abgesehen von damals den Podcast eintragen nichts bei iTunes gemacht habe.

      Es kann sein, dass alte Folgen nicht ewig gelistet werden, aber ich werde mir das ganze mal ansehen, was da los ist.

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