Folge 13 – Shadowrun

Damit die unheilbringende 13 abseits von DSA stattfindet, gibt es diesmal eine Vorstellung von Shadowrun – ein ebenfalls großes und bekanntes Rollenspielsystem mit einem deutlich anderen Hintergrund, Regeln und Spielgefühl. Es geht in die 6. Welt, die Erde der Jahre 2070ff. – Cyberpunk meets Fantasy, Konzernbosse bedienen sich magischer Attentäter im ewigen Wirtschaftskrieg, Trolle und Elfen schwingen Monofilamentpeitschen und Miniguns, während Drachen und Geisterwesen nach der ultimativen Macht streben.
Gemeinsam mit Gastsprecher Ralf geben wir einen kurzen Einblick in das Setting, die Regeln, Charaktere, typische Abenteuer sowie einige Stärken und Schwächen des Systems. Ralf stellt außerdem kurz ein von ihm programmiertes Tool vor, welches nicht nur den SR-Spielleiter unterstützt, sondern auch für die Spieler neue Dimensionen der Darstellung taktischer Situationen öffnen kann.
Wie immer bitten wir um Kommentare, wie Euch die erste DSA-fremde Systemvorstellung gefallen hat, was Eure eigenen Erfahrungen mit SR sind und ob Ihr das System ausprobieren wollt oder empfehlen würdet.


Intro: Sexy Kill Device – Digitize The World (C.G.C.D.) – Album: Adamantium Light [via www.jamendo.com/de]
Outro: Sexy Kill Device – Neon City 3k – Album: Adamantium Light [via www.jamendo.com/de]


Links zur Folge:

– Offizielle Shadowrun-Seiten von Catalyst Game Labs (englisch) und Pegasus (deutsch) (Dort auch Links zu den offiziellen Foren).
– Der SR-Nexus, ein wichtiges deutsches SR-Forum.
– Die ShadowHelix – eine deutsche SR-Wiki.
– Die ShadoWiki – eine andere deutsche SR-Wiki.
– Ralfs SR Squad-Manager – ein sehr feines Tool zur Unterstützung des Meisters, Präsentation von Handouts und Darstellung von taktischen Szenen. Ideal mit einem zweiten Monitor für die Spieler am Tisch.

SR-Einsteigerregeln zum kostenlosen Download (von Pegasus Spiele Online)

Nachtrag zur Folge:

Um das noch explizit zu sagen: das PC-Spiel „Shadowrun“ von Microsoft (2007) hat, bis auf den Namen, praktisch nichts mit dem SR-Rollenspiel zu tun.

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21 Kommentare bis “Folge 13 – Shadowrun”

  1. Raffo sagt:

    Hey, besten Dank nochmal, dass ich hier mal gastsprechen durfte. 🙂 Ich hoffe, ich vergraule euch jetzt nicht die Stammhörerschaft. ^^

  2. Hiding Fox sagt:

    Grüßt euch,

    Mir als Shadowrun-Fan hat die Folge gut gefallen, sie bietet meiner Meinung nach einen schönen, wenn auch groben – mehr lässt sich da einfach in der kurzen Zeit nicht anstellen – Überblick über das Shadowrununiversum. Vielleicht hätte man noch anmerken können, dass man – eben weil es in der realen Welt spielt und mehr oder minder eine Weiterentwicklung ist – man viele Möglichkeiten hat, vom Kulturgut jetziger und früherer Völker einige Dinge herzuleiten oder zu recherchieren, seien es nun Hekarituale, allgemein der Schamanismus, die kulturelle Einstellung Japans usw. Generell kann man daraus einiges für das Spiel selbst herleiten.
    Aber ich stimme zu – bei Shadowrun ist sehr viel Eigeninitiative gefragt, vor allem, wenn man für das richtige Flair am Spieltisch sorgen oder sich in seinen Charakter hineinversetzen will. Hingegen denke ich nicht, dass man als Runner unbedingt den typisch morallosen Söldner spielen muss, der alles macht, was ihm aufgetragen wird. Aber wie im richtigen Leben, nur in den Schatten halt krasser, ist Moral und Prinzipientreue ein Luxus und hat immer seine Konsequenzen. Muss man sich überlegen. Schade finde ich auch, dass es schwer ist, die Leute in Teams zu organisieren, ohne es künstlich wirken zu lassen, weil auch für mich das Charakterspiel und die -entwicklung einen großen Reiz am Spiel ausmachen, doch möglich ist trotzdem vieles – wenn nicht sogar alles.

    Ich hoffe weiterhin auf so saubere Arbeit wie bisher, ihr macht tolle Podcasts, die ich mir sehr gerne anhöre.

    Lieben Gruß,
    Hiding Fox

    PS: Ihr habt nicht zufälkig eine Ahnung, ob es einen deutschen oder englischen Shadowrunpodcast gibt?

  3. Markus Traut sagt:

    Schöne Folge! Ich bin zwar eigentlich ausschließlich DSA Meister, aber kenne Shadowrun noch aus meiner Jugend und so war es schon interessant für mich ein bisschen zu erfahren, wie sich das Cyber-Punk Rollenspiel entwickelt hat. Ganz nett fand ich übrigens, dass ihr auch Vergleiche zu DSA gezogen habt. Nach dem Motto: „Wie ist es denn bei Shadowrun? Bei DSA ist es ja so und so…“ Besonders interessant fand ich, den Unterschied im Bereich Abenteuer und Kampagnen. Ab und an ist es nicht verkehrt, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, denn dabei lernt man oft einiges: Ich habe so z.B. den „Squad Manager“ entdeckt, den ich zwar selbst nicht benutzen werde, aber mich doch sehr begeistert hat! Als Entwickler der DSA-Tool-Sammlung muss ich in Ralfs Richtung sagen: Hut ab! Tolles Programm! Und ich muss sagen, dass ich das Karten-Tool mit der „Fog of War“ Funktion total cool finde! Ich kann die Begeisterung von Andreas gut nachvollziehen ;-). Ich hoffe, dass ich sowas für MeisterGeister auch irgendwann mal hinbekomme… 😉 Inspiriert hat mich der Squad Manager auf jeden Fall!

    Mein Fazit: Eine angemessene 13. Folge! Vielen Dank dafür!

    • Raffo sagt:

      Besten Dank für das Lob. 🙂 Ich habe mir auch gerade im Gegenzug die MeisterGeister angeschaut, und konnte doch einige systemübergreifende Parallelen entdecken. Wir sollten uns mal per E-Mail ein wenig austauschen, wer weiß, was es dann für Entwicklungssprünge gebn wird… 😉

  4. TheClone sagt:

    Ich habe die Folge letztlich nur überflogen, weil ich eigentlich gehofft hatte etwas über die Regeln zu finden. Aber leider wurde ich enttäuscht. In eine Stunde hätte das doch noch passen können.

    • Andreas sagt:

      Ich empfehle, von 06:30 bis 13:00 nochmal reinzuhören, da geht es um Regeln. 🙂

      • TheClone sagt:

        Ah. Das habe ich ganz überhört. Danke 🙂

        Dass die Skills „Makroskills“ sind möchte ich anzweifeln. Ich finde SR eher normal. Makro wäre D&D 4 (Thievery für Schlösser knacken, Fallen entschärfen, …) oder Savage Worlds (Schießen für alle Schusswaffen).

        • Andreas sagt:

          Ok, darüber kann man natürlich diskutieren – im Vergleich zu DSA sind es aber definitiv Makroskills. 🙂
          Wobei das leider auch nicht konsequent durchgehalten wurde (Beispiel Tauchen, Fallschirmspringen).

  5. Raeblein sagt:

    Seid gegrüßt

    Ich verschlinge jede eurer Folgen und auch diese finde ich gelungen.
    Allerdings intressieren mich zwei Fragen sehr:
    1.) gibt es etwas ähnliches wie den Squatmanager für DSA ? Ja ich weiß das DSA nicht so Kampf und missionslastig ist wie SR aber es gäbe sicher Situationen wo ich es praktisch fände den Helden ein „Dungeon“ nach und nach zu präsentieren…
    2.) Wann ist mit der nächsten Folge zu rechnen ? Ich hoffe dann wieder zum Thema DSA ?
    ansonsten wünsche ich euch und allen Hörern allzeit gefällige Würfel.

    • Ramona sagt:

      Danke für das Lob, da freuen wir uns jedes Mal 🙂

      1. Also eins der besten Tools für DSA, wenn auch mit teils anderen Funktionen, ist MeisterGeister (http://www.meistergeister.org/). Kannst du dir ja mal anschauen.
      Wir werden in einer der nächsten Folgen auch noch das Thema PC bzw. Software für DSA am Spieltisch aufgreifen und dann vielleicht noch das ein oder andere Programm mehr vorstellen.

      2. Die nächste Folge sollte kommendes Wochenende online gehen, mit dem Thema „Faktenfülle und Fluff-Ferliebtheit – Wieviel Details verträgt ein Rollenspielhintergrund?“. Ist also wieder eine DSA-bezogene Episode.

  6. Raeblein sagt:

    Seid gegrüßt

    damit fällt mir auch die unheilige 12+1 zu *g*
    Beim nochmaligen hören des Podcasts reifte in mir die Frage ob es online eine Liste der im Podcast angerissenen Stilblüten gibt, also neben der schon beschriebenen Gewichte von Mobiltelefonen, da ich so gut wie keine Kenntnisse des Systems verfüge wäre eine einfach zugängliche Liste schöner als eine umfangreiche Suche in verschiedenen Forenthreats.
    so wünsche ich euch weiterhin alles gute und viele erfolgreiche Runden und Podcasts.

    • Andreas sagt:

      Ich kenne keine solche Zusammenstellung, und wenn man die früheren Editionen dazunimmt, wird das wahrscheinlich unüberschaubar.

      Einige meiner Lieblings-Regelstilblüten sind folgende:

      – Regeln für Fahrzeugkollisionen: Die „Lebenspunkte“ (Kästchen auf dem Zustandsmonitor) hängen direkt vom „Body“-Wert (=Konstitutionsattribut) des Fahrzeugs ab. Allerdings in halber Höhe. Ebenso die möglichen Schadenspunkte bei einer Kollision, allerdings bis zur dreifachen Höhe – und der Schaden, den das rammende Fahrzeug und das gerammte Objekt erleiden, ist der selbe, und hängt vom Body-Wert des Rammenden ab. Konkret heißt das, dass ein Laster (mit Body z.B. 20), der mit 70 m/s auf eine Glasscheibe (Barrierestufe 1) fährt, diese zwar in tausend Teile zerlegt, dabei aber gleichzeitig selbst zu einer Presswurst wird, da er ebenso wie die Glasscheibe 40 Punkte Schaden erleidet (aber nur 8+20/2 = 18 hat).

      – Ein guter Gamebreaker sind Elfen, die für jede Rolle (außer Hacker) eigentlich immer die geeignetste Rasse sind, da sie einen Bonus auch Geschick und Charisma bekommen. Geschick ist das Attribut, das für ALLE Kampffertigkeiten zählt (auch für Schwere Waffen, Nahkampf etc.), mit Charisma sind sie stets die effektivsten Faces (mit Abstand) und die besten Zauberer (in Traditionen mit CH-Leitattribut).

      – Miniguns brauchen eine ganze Kampfrunde (3 s – in der Zeit kann ein schneller Kämpfer aus einer halbautomatischen Pistole 8 Schuss gezielt abgeben…) , bis die Läufe so schnell drehen, dass man damit schießen kann. Vulkan-Kanone heute: 0,3 Sekunden.

      – Ein anderer Gamebreaker: „Emotitoys“; Programme, die das Gegenüber analysieren (Sprache, Durchblutung etc.) und deswegen je nach Stufe bis zu 6 Bonuswürfel auf alle sozialen Proben geben. Zum Vergleich: ein normales Face mit CH 4 (von 6 als Mensch) und Gesellschaftsfertigkeiten auf 4 (von normalerweise 6 maximal) hat für soziale Proben 8 Würfel. Wer findet die Verhältnismäßigkeit?

      Soviel mal als willkürliche Details, die mir gerade einfallen. Eine definitive Liste vor allem der Regelstilblüten wird man nicht finden, da die auch jede Gruppe und jeder Spieler anders wahrnimmt. Aber die Beispiele zeigen vielleicht schon, dass in SR auf simulierende Regeln bzw. auf das Abschätzen der Folgen von Regeln für die Hintergrundwelt nicht immer allzuviele Gedanken verschwendet werden…

      Wir können hier ja eine kleine Sammlung machen, wenn andere Hörer noch andere Sachen wissen. 🙂

  7. Greifenklaue sagt:

    Tolle Folge abseits von DSA. Schön, dass ihr die Einsteigerregeln verlinkt, schade, dass ihr die nicht im Pod angesprochen habt, hätte einige noch neugieriger machen können! (Oder hab ich es überhört) Euer Gastsprecher Ralf hat sich auch noch ein Lob verdient, die titelmelodie war überraschend, aber imho nicht ganz passig, evtl. wäre hier was aus der Into the grey passiger gewesen!

    • Andreas sagt:

      Danke für das Lob – ja, die Einsteigerregeln hätten wir vielleicht erwähnen sollen, mir sind sie auch erst hinterher eingefallen, als ich den Artikel geschrieben habe, aber ich dachte, lieber wenigstens verlinkt als ignoriert…
      Klar, die Into The Grey – aber haben vor Lachen… 🙂 Die steht voerst noch auf unserer Anschaffungsliste.

    • Raffo sagt:

      Besten Dank! 😀

  8. Odi sagt:

    Ich bin DSA-Neuling und hatte bislang noch nichts mit Shadowrun zu tun, dies schonmal vorab, entschuldigt meine „dumme“ Frage: Ich kann mir das irgendwie nur schwer vorstellen, dass Shadowrun auf der ganzen Welt spielt, reisen dann die Runner immer hin und her? Die Welt ist so ja doch sehr gross, ein gemeinsamer Metaplot scheint mir doch sehr schwierig (ausser natülrich Grossereignisse).
    Bei DSA sind wir bislang auch noch nicht weit rumgekommen, deshalb kann ich nicht so einen guten Vergleich ziehen (ich meistere und spiele in einer neue Gruppe, die alle ganz neu mit Rollenspielen begonnen haben, bislang sind wir erst im Mittelreich und Andergast unterwegs gewesen). Ich habe aber das Gefühl es ist in DSA doch möglich ganz Aventurien theoretisch mal zu bereisen. Was meint ihr? Sind Runner dauern im Flugzeug am herumreisen, halt gerade dort wo es einen Auftrag gibt? In der Folge habt ihr ja Mexiko, Japan und Deutschland erwähnt, ich nehme an dies sind alles „Hotspots“?

    • Andreas sagt:

      Hallo Odi,
      die Frage ist durchaus berechtigt 🙂 – wie immer hängt das von den Wünschen der Spielrunde ab. In meiner langjährigsten Runde hatten wir 95% unserer Abenteuer in Seattle (DIE klassische Runnerstadt), und Ausflüge zu „Auslandseinsätzen“ waren eher die Seltenheit (u.a. auch deswegen, weil es nicht so viel internationales Material abseits der HotSpots gibt).
      Genausogut könnte man aber eine internationale Truppe spielen, am besten, vielleicht, wenn man ein gemeinsames Thema hat (Staats- oder Konzernagenten, eine Spezialeinheit, Schmuggler etc.), die heute in Hong Kong und morgen in Agadir arbeitet.
      Als „normaler“ Runner ist man aber örtlich üblicherweise relativ gebunden, weil jeder Grenzübertritt (und besonders Flugreisen) mit großem Risiko verbunden sind wegen der gefälschten IDs, illegaler Implantate, schwierigken Ausrüstungstransport etc. Ein Rigger in der Runde, der ein eigenes Flugzeug oder Schiff hat, macht die Sache aber wesentlich einfacher – so dass man dann eigentlich nur noch seinen Spielleiter davon überzeugen muss, dass er sich mal in den Hintergrund der Karibischen Liga einlesen sollte. 😉

  9. Heretic sagt:

    Keine gute Folge…
    Wurde anscheinend von Leuten gemacht, die nur DSA kennen&kannten, und das schlägt bei fast jedem erwähnten Thema negativ durch…
    Keiner der Beteiligten scheint sich eingehend genug mit SR beschäftigt zu haben…

    Wenn ich dann noch so Blödsinn wie „Squadmanager“ höre, und man sich dann so Stilblüten wie „Fog of War“(sic!) bedient, und man dann von „Sichtlinie“ und „wo man hinblickt“ faselt, möcht ich am liebsten ausschalten…

    Zumal Shadowrun eigentlich zum moralintensivem Spiel genauso taugt.

    • Andreas sagt:

      Schade, wenn dir die Folge nicht gefallen hat… die erste Unterstellung möchte ich aber so nicht stehenlassen. Ich habe SR regelmäßig seit (wimre) 2001 (Ralf nur unwesentlich kürzer) gespielt, mit etwa 20 verschiedenen Leuten und in (z.T. sehr) unterschiedlichen Runden; und auch Kenntnis anderer Systeme ist durchaus hinreichend vorhanden.
      Wenn du mit dem Squadmanager nichts anfangen kannst, auch gut… aber dieses wirklich feine Stück Technik als „Blödsinn“ zu bezeichnen, ist wahrlich weder angebracht noch nett oder konstruktiv.
      Aber zum Glück steht es ja jedem frei, jederzeit auszuschalten.